Ohne Zertifizierung kein Auftrag

Ohne Zertifizierung kein Auftrag​
Ohne Zertifizierung kein Auftrag​

Ohne Zertifizierung kein Auftrag​

Ohne Zertifizierung kein Auftrag! Das ursprüngliche Ziel der ständigen Verbesserung von QM-Systemen inklusive einer Reduzierung des Auditaufwandes, ist im Falle der IATF 16949 nicht zufriedenstellend erreicht worden.

Die Hauptursache für eine mangelhafte Umsetzung der Normforderungen ist eine zu geringes Interesse der Führungskräfte, die häufig eine Zertifizierung wegen der Kunden anstreben. Ein weiterer Faktor ist, dass Organisationen zwar das Zertifizierungsaudit erfolgreich abschließen und das Zertifikat erhalten, trotzdem über kein effektives QM-System verfügen.

Zertifizierte QM-Systeme​

Zertifizierte QM-Systeme sehen sich seit einigen Jahren einer wachsenden Kritik ausgesetzt. Durch den Besitz eines Zertifikats kann nicht zweifelsfrei auf eine hohe Produktqualität geschlossen werden. Das zeigen auch die verstärkt auftretenden Rückrufaktionen von namhaften zertifizierten Unternehmen. Dies lässt an der Aussagekraft des Zertifikats als Nachweis für die Qualitätsfähigkeit stark zweifeln.


Die Lieferanten der Automobilindustrie wurden von den Automobilhersteller (OEM) angehalten, ihr Qualitätsmanagement System nach den Regelungen ihrer Verbände zu zertifizieren.

Personenzertifizierter Auditor IATF 16949, Stefan Stroessenreuther


IATF 16949:2016​

Im Herbst 2016 wurde die ISO/TS 16949:2009 durch die IATF 16949:2016 abgelöst. Die Forderungen der Erfüllung von kundenspezifischen Forderungen sowie den Anforderungen der ISO 9001:2015 und der ISO 9000:2015 legen die grundlegenden Anforderungen an ein Qualitätsmanagement System für die Serien- und Ersatzteilproduktion in der Automobilindustrie fest.

Die IATF 16949:2016 ist als Ergänzung und nur in Verbindung mit der ISO 9001:2015 zu verstehen. Ziel der IATF 16949 ist die ständige Verbesserung des QM Systems unter Berücksichtigung von Fehlervermeidung und von Verringerung von Streuung und Verschwendung in der Lieferkette.

Der amerikanische AIAG hat seinen eigenen Standard, die QS 9000, zum 14. Dezember 2006 zurückgezogen. Die anderen IATF Mitglieder wollten ursprünglich gleiches tun, entwickeln aber nach wie vor ihre eigenen Systeme (Z.B. VDA 6.1) weiter. Eine wesentliche Forderung der ISO/TS 16949:2009 war, die Erfüllung von kundenspezifischen Forderungen (Customer Specific Requirements), die die Automobilhersteller zusätzlich an das Qualitätsmanagement System ihres Lieferanten stellten.

Die Angleichung der Anforderungen an ein Qualitätsmanagement System wurde notwendig. Ursprünglich wollte man auch alle weiteren dazugehörigen Standards wie z.B. statistische Anforderungen angleichen. Es wurde aber keine allgemeine Lösung gefunden. Man entschloss sich, nur die ISO 9001 :1994 mit zusätzlichen Automotiven Forderungen zu ergänzen und gab 1999 die erste Ausgabe der ISO/TS 16949 heraus.

Da sich die ISO 9001 grundlegend mit ihrer Version aus dem Jahr 2000 verändert hat, erschien die ISO/TS 16949 :2002 (auch kurz TS2 genannt). Die ISO 9001 :2008 bewirkte nun die Veröffentlich der ISO/TS 16949 :2009 (kurz TS3), diese enthielt keine neuen TS-Anforderungen. Die beiden nachfolgenden Abbildungen verdeutlichen den Zusammenhang des ISO TS 16949 Regelwerk mit anderen Normen und Standards.

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Stefan Stroessenreuther

Consulting Qualitätsmanagement ISO 9001 | IATF 16949 Personenzertifizierter IATF 16949 und VDA 6.3 Auditor | Dozent IMB IntegrationsModell Bayreuth

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