Steuerung von extern bereitgestellten Produkten

Steuerung extern bereitgestellter Produkte
Steuerung extern bereitgestellter Produkte

Die Steuerung von extern bereitgestellten Produkten, Prozessen und Dienstleistungen müssen den Anforderungen entsprechen. Was heißt das? Sie beziehen Produkte von einem Lieferanten oder haben Prozesse ausgelagert oder beziehen eine Dienstleistung. Bevor diese Arten der Bereitstellung im Unternehmen zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung stehen, müssen nach bestimmten Kriterien die Anforderungen überprüft werden.

Das kann beispielsweise eine Wareneingangsprüfung sein. Im Wareneingang überprüfen sie gemäß einem Prüfplan, ob die bereitgestellten Produkte innerhalb einer geforderten Spezifikation sind. Das gleiche gilt für Dienstleistungen, beispielsweise eine Oberflächenbeschichtung (Schichtdicke) oder bei einem ausgelagerten Prozess, beispielsweise bei einer Handmontage. Alle diese Vorgehensweisen sind bei Anlieferung durch die Organisation nach bestimmten Kriterien zu überprüfen. Welche Kriterien angemessen sind liegt im ermessen der Organisation.

Leistungsüberwachung Produkte
Leistungsüberwachung Produkte

Leistungsüberwachung

Die ISO 9001 spricht von Leistungsüberwachung. Früher war das die Lieferantenbewertung. Mit der neuen Revision der ISO 9001 spricht diese von Beurteilung, Auswahl, Leistungsüberwachung und Neubeurteilung externer Anbieter (Kapitel 8.4). Die Kriterien für diese Leistungsüberwachung bestimmen das Unternehmen. Durch diese veränderte Forderung der ISO 9001 wird es den Unternehmen einfacher gemacht.

Eigentum des Kunden

Steuerung von extern bereitgestellten Produkten kann unter Umständen auch Kundeneigentum sein. Beispielsweise Verpackungen, Werkzeuge und Vorrichtungen. Die ISO 9001 fordert im Kapitel 8.5.3, eine Verifizierung, Schutz, Kennzeichnung (besonders bei Werkzeugen, Vorrichtungen) und dass das Kundeneigentum sicher aufbewahrt wird. Also Schutz vor Wind und Wetter und vor Zerstörung. Bei Verlust oder Zerstörung muss den Kunden unmittelbar mitgeteilt werden was sich ereignet hat und dokumentierte Informationen darüber aufbewahrt werden.

Risikobasiertes Denken

Auch im Lieferantenmanagement sind die Forderungen aus Kapitel 6.1 „Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen“ relevant. Die Steuerung von extern bereitgestellten Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen können auch Risiken enthalten. Stellen sie Kriterien für die Risiken auf und beurteilen sie alle Lieferanten nach den gleichen Kriterien. Lieferanten, die extern bereitgestellte Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen liefern, können so mit einer Risikomatrix bewertet werden.

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Stefan Stroessenreuther

Consulting Qualitätsmanagement ISO 9001 | IATF 16949 Unternehmensberatung Consultant Qualitätsmanagement